Grenzenlos Radfahren auf dem Radfernweg „Sächsische Mittelgebirge“

WFE_Anbindung am Elberadweg206x137Der Radfernweg „Sächsische Mittelgebirge“ D 6 bietet auf ca. 500 km Gesamtlänge eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Routenführung entlang der sächsischen Mittelgebirge Vogtland, Elstergebirge, Erzgebirge, Elbsandsteingebirge, Lausitzer Bergland und Zittauer Gebirge. Die Route quert die Radfernwege „Mulderadweg“ I-2, „Zschopautalradweg“ I-5, „Elberadweg“ I-1 und den „Spreeradweg“ I-3. Die Route verläuft weitgehend auf der ehemaligen Strecke „Bayreuth-Zittau“. Eine einheitliche Beschilderung war bisher jedoch nicht vorhanden.

Seit September 2014 sind der ca. 300 km lange Abschnitt von Eibenstock bis Reinhardtsdorf-Schöna sowie weitere 100 km Anbindungen nach Tschechien zur „Erzgebirgs­radmagistrale“ vollständig und einheitlich nach der Sächsischen Radverkehrs­konzeption beschildert.  Orientierungshilfe bieten neben den leuchtend orangen neuen Logos auch über 70 Informationstafeln, die über Streckenverlauf, Höhenprofil, Einkehrmöglichkeiten und Sehens­würdigkeiten informieren. Entlang der Strecke sind zahlreiche beschilderte Verknüpfungen an die tschechische Erzgebirgsmagistrale entstanden.

Mit dem grenzüberschreitenden Projekt wird die touristische Infrastruktur beiderseits der Grenze weiter nachhaltig zusammenwachsen. Durch die Beschilderung der beiden Hauptradrouten und den neuen Verknüpfungen erschließt sich eine umfangreiche gemeinsame Vermarktungsmöglichkeit. So entstehen neben einer gemeinsamen Web­präsenz, einer interaktiven Karte auch grenzübergreifende Karten und Routenvorschläge.

 Die Kurortentwicklungsgesellschaft Sächsische Schweiz mbH ist als einer der deutschen Projektpartner für die Beschilderung eines Teilabschnittes von ca. 50 km mit 4 Verknüpfungen verantwortlich. Sie vertritt die am Routenverlauf liegenden Kommunen in der Sächsischen Schweiz: Bad Gottleuba-Berggießhübel, Rosenthal-Bielatal, Gohrisch und Reinhardtsdorf-Schöna .

Das Projekt wird gemeinsam mit dem Bezirksamt Ustí (Leadpartner), dem Tourismus­verband Erzgebirge e. V. und der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH grenzüber­schreitend umgesetzt. Insgesamt 28 Kommunen aus den Landkreisen Sächsische Schweiz–Osterzgebirge, Mittelsachsen und dem Erzgebirgskreis beteiligen sich auf sächsischer Seite an dem Vorhaben.

Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der Europäischen Union und Eigenmitteln der projektbeteiligten Kommunen.